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Männerballetts in der KG Rötsch mer jett

 

Männerballetts in der KG Rötsch mer jett seit 2004: die Männer’s

In 1975 stellte die KG erstmals ein männliches ‚Sexy-Ballett’. Was gab es da Spaß und Gelächter bei den Proben. Dann mit großem Lampenfieber die „Welt-Uraufführung: der Auftritt in der Sitzung am 17.01.1975. Die Kölnische Rundschau schrieb damals: „Das närrische Volk lachte Tränen. Die Karnevalsgesellschaft Rötsch mer jett hatte sich für ihre Sitzung im Festzelt am Sportplatz etwas Besonderes einfallen lassen. Sechs Bäuche, zwölf herrliche Männerbeine, Büstenhalter aus Küchentüchern, Liebestöter, Röckchen und Schleifchen gehörten zu den Utensilien von Willi Fassbender, Rolf Gottschalk, Hans-Willi Oepen, Rolf Scharwei, Günter Kirion und Karl-Eitel Hell, die nach ihrem flotten Tanzvortrag und vielen Gags nicht ohne Zugabe von der Bühne kamen.“ Kommandiert wurde die Truppe übrigens von Anette Hell.

Bei der Neuauflage am 06.02.1976 kamen dann noch Alfred Urhahn, Peter Kirion und Erhard Teichert dazu.

Auf  Beschluss der Mitgliederversammlung am 18.04.1981 wurde für die Session 1981/1982 wieder ein Männerballett aus Mitgliedern der KG gegründet, für das sich im Oktober 1981 die Mitglieder G. Kirion, Peter Kirion, Alfred Urhahn, Willi Fassbender, Rolf Scharwei, Jürgen Kanitz, Hermann-Josef Duell, Bauer, Linnartz, Kayser, Schmitz und Bergmann meldeten. Hiervon ist leider nichts überliefert.

Auf Initiative von Rainer Bülles gründete sich 2004 abermals ein, diesmal eigenständiges, Männerballett aus der Mitgliedschaft, nachdem die Idee dazu beim karnevalistischen Frühschoppen am Karnevalssonntag 2004 für einen einmaligen Auftritt aus Anlass des Jubiläums der KG geboren wurde.

Da saßen sie nun am 16.06.2004 in Rainer’s Keller und diskutierten mit der potentiellen Trainerin darüber, was sie alles nicht möchten: keine „Tü-tüs“, keine Frauenkleider, keine moderne Musik….. Im Laufe des Abends konnte eine Lösung gefunden werden. Es sollte der Sommerhit „Dragostea Din Tel“, in Fachkreisen als „Majahi“ bekannt, sein. Als Trainerin konnte das ehemalige Mitglied der Tanzgruppe der KG Knollebuure Blatzheim, Ghislaine Engelbrecht , gewonnen werden  -  ein Glücksgriff, wie sich zeigen sollte.

Eifrig wurde trainiert, der Eine nahm die Sache ernster als der Andere, sportliche und rhytmische Phänomene kam zum Vorschein. Es gab auch einige Frauen, Kinder und sogar eine Mutter, die auf einer Stippvisite beim Training vorbei schauten um zu sehen, was wohl dabei entstehen soll, wenn die Herren so etwas planen.

Ein geeigneter Name für die Gruppe musste her, viele interessante Vorschläge kamen. Der Name auf den sich alle einigen konnten, hieß ab November 2004 „Männer’s“.

Zur Sessionseröffnung am 07.11.2004 trat dieses Männerballett erstmals öffentlich auf.

Der erste Auftritt im November war ein Erfolg. Zur Überraschung der Trainerin hatten sie sich überlegt, auf der Bühne eine Sonnenbrille zu tragen. Sie fand die Idee gut, „denn dann hatten sie sich meine Bemühungen beim Training, „cool“ zu wirken, doch zu Herzen genommen  - oder sollte es die doch etwas vorhandene Nervosität überdecken ?“ Die Frauen und Verwandten jubelten den Männer’s zu und waren sehr erstaunt, welche „Höchstleistungen“ in so kurzer Zeit möglich waren  - wir hatten ja nur 3 Monate Zeit.

Neben einzelnen Auftritten anlässlich von Geburtstagen und Hochzeiten war der Höhepunkt des Jahres 2005 der erste Auftritt bei der Kostümsitzung unserer KG. Bis zur Prunksitzung im Januar 2005 wurde noch der letzte Schliff trainiert und so konnte der Januarauftritt noch professioneller über die Bühne gebracht und die Männer’s vom Erfolg gekrönt werden: die Männers werden nach dem Premierenauftritt stürmisch gefeiert und die Zuschauer konnten kaum genug bekommen von den Darbietungen der acht Mitfünfziger (KSTA 19.01.2005). Fortan gehört das Männerballett zum festen Bestandteil der Kostümsitzung der KG.

Es entstand die spontane Idee, es geht weiter...... Wieder eine Versammlung und wieder neue Ideen, Horst-Dieter Commer, Jürgen Dorn, Michael Gier und Paul Juntermanns kamen neu hinzu. Andere, wie Rolf Ollig und dann auch Jürgen Dorn und Ulrich Jarzina, haben uns aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Überhaupt haben wir leider immer wieder mit Ausfällen aus gesundheitlichen Gründen zu kämpfen, so dass unsere sehr engagierte Ghislaine Engelbrecht immer erst kurz vor Beginn der Session die Teilnehmerzahl für das kommende Bühnenspektakel weiß.

In traditionellem Ostermann-Kostümen präsentierten sich die „Männers“ bei der Kostümsitzung 2006. Zu Ostermann-Melodien verkörperten wir klassische kölsche Typen, wie den Speimanes, Tünnes und Schäl, Hänneschen und Bärbelchen und andere. Grund für die Verwandlung war der 77. Geburtstag unserer Gesellschaft. Beim Auftritt hielt es keine Dame im Saal mehr auf den Stühlen. So waren die „Männers“ auch bei ihrem zweiten Auftritt auf der eigenen Kostümsitzung eine besondere Attraktion.

In 2008 waren die Jecken mehr als begeistert über das noch junge Männerballett. Nach ihrem Einmarsch zu gregorianischen Gesängen und in Mönchkutten tanzten wir zu einem 60er Jahre Beach-Boys-Remix, dargeboten in jecken, rot-weiß gestreiften Badeanzügen.

Im Jubiläumsjahr 2009 tanzten wir in Anzügen der 20er Jahre und zu Melodien aus dieser Zeit, wie u.a. „Veronika der Lenz ist da“ und “Mein kleiner grüner Kaktus“.

Wieder eine Versammlung und wieder neue Ideen, so geht es nun doch schon seit einigen Jahren und wer hätte es gedacht, in 2009 feiern die Männers ihr fünfjähriges Jubiläum. Viele aktuelle Themen wurden in den letzten Jahren tänzerisch aufgegriffen, ob ein Fußballlied zur WM oder auch auf die Tradition der Gesellschaft zurückzuführen, „Ostermanns-Lieder“. Auch der ein oder andere Sommerhit war mit dabei und ohne Zwang tanzte der Ein oder Andere nun auch in Frauenkleidern.

Was 2004 nur als einmaliger Gag gedacht war, ist dank der großen Publikumsresonanz längst zum Dauerbrenner geworden und sorgte auch 2010 bei der Kostümsitzung wieder für Riesenstimmung in der ausverkauften Mehrzweckhalle. Die „Männers“ präsentierten dem jubelnden Narrenvolk ein „Best off“ von Choreografien aus den letzten fünf Jahren.

In 2011 dann völlig abgedreht: Entgegen unserer ursprünglichen Ausrichtung tanzten wir auf Diso-Musik. Melodien von Bonny M, „Thriller“ von Michael Jackson, „Grease“ und „YMCA“ erfüllten die Mehzweckhalle.

Nach der Session 2010/2011 schlossen sich Ralf Pohl und Robert van den Dungen an.

Das hatten die Männers noch nicht erlebt

Seit nunmehr acht Jahren sind die Männers eine feste „Größe" in der Kostümsitzung ihrer Traditiongesellschaft KG „Rötsch mer jett" – aber dass ihnen aus dem Publikum Blumensträußchen auf die Bühne geworfen wurden – und das schon nach dem ersten Tanz - , das hatten sie noch nicht erlebt.

Jubel der Narren, die von ihren Stühlen aufgestanden waren, herrschte schon nach der Eröffnung ihres Auftritt mit ihrem Tanz zu einem Beach-Boys-Medley. Bei ihrer Choreografie zur Melodie „Schenk mir Dein Herz", kannte die Begeisterung keine Grenze mehr. Als sie die Narren dann noch aufforderten „Schatzi, schenk mir ein Foto" war der Saal völlig aus dem Häuschen.

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Selbst der Ehrenpräsident der „Rötsch mer jett" war voll des Lobes über die starke Vorstellung des vereinseigenen Männerballetts.

 

 

 

Speisen und Weingenuss in antiker Kulisse war das Thema der „Erlebnisreise“ der Männers in 2012.

Mit einem vom Ehrenrat der KG, Herrn Kurt Weingartner, zur Verfügung gestellten alten ehemaligen amerikanischen Schulbus (Erstzulassung in Deutschland im November 1990) brachen wir am 21.04.12 zur ersten gemeinsamen Tour seit dem Bestehen der Männers auf. Leider waren Ewald, Robert und Ralf kurzfristig an der Teilnahme gehindert.

Ziel war der gemütliche Winzerhof des Weinguts Tullius in Steinhardt, Bad Sobernheim, am Unterlauf der Nahe gelegen.

„Weinherstellen mit dem Kellermeister“  und das „Spectaculum Romanum“ – Rustikales Gelage im Sandsteingewölbekeller- und versprachen heitere Stunden.

Kellermeister Manfred Tullius machte uns mit der Weinherstellung vertraut, wir verkosteten verschiedene Weißweine und wurden im historischen Holzfasskeller zu einem Rotweinerlebnis verführt.

Zur 13. Stunde – gegen 19:00 Uhr – stiegen wir zum Abendmahl (cena) hinab in den alten historischen Sandstein-Gewölbekeller, wurden dort von Markus Tullius Cicero (*106 v.Chr; † 43 v.Chr. empfangen und ließen uns in die Zeit der „Alten Römer“ zurück versetzen.

Begleitet von einer Zofe in Tunica und bewacht von einem römischen Soldaten in Soldatenausrüstung labten wir uns während des  4-Gänge-Gelages von handgetöpfertem Steingut mit Gladiatorensuppe mit Koriander, Fleisch fürs römische Volk, Süßspeise der Feldherren, einem römischen Käsegelage. Die Weinbegleitung - ein „Muslum“ (ein Honig/Gewürzwein aus der Römerzeit) - genossen wir aus Amphoren. Das „gemeine römische Volk“ kannte jedoch noch kein Besteck und so wurde mit den Händen gegessen.

Für eine ausgelassene, stimmungsvolle Unterhaltung des Cicero und der Männers sorgte unser Fahrer Theo Fischer, dessen Repertoire an „Witzen“ an diesem Abend nicht auszugehen schien.

Nach dem Frühstück begann der Sonntag mit einer Degustation im 1795 erbauten Refugium ehe der Brunch zu Mittag das Programm abrundete. 

 

Nicht immer geht es beim wöchentlichen Training konzentriert zu. Oftmals überwiegt der Spaßfaktor und erst kurz vor der Session wird ernsthafter geprobt. Äußerlich viel Geduld zeigt dabei die sehr engagierte Trainerin Ghislaine Engelbrecht, seit  April 2007 selbst Mitglied der KG, und schreibt über die Männer’s :

„Die Männer’s üben emsig, um etwas tolles auf die Bühne zu bringen oder um auch eins der zwei begehrten „Fleißkärtchen“ beim Training zu ergattern. Ja, liebe Leser, Sie lesen richtig, im Jahr 2007 wurden die zwei Fleißkärtchen, aus Reihen der Männer’s   - vielen Dank lieber Ulli -  beim Training eingeführt und bereiten uns seitdem doch viel Spaß, aber lassen auch manchmal bei der Disziplin zu wünschen übrig. Aber Spaß muss ja auch manchmal sein, denn böse Zungen behaupten, ich sei doch sehr streng. Traurig bin ich über jeden der Männers, der ganz aus der Gruppe ausscheiden muss.“

Die Männer’s sind ein Zusammenschluss von männlichen Mitgliedern der KG Rötsch mer jett, die sich selbst finanzieren. Es ist eine wirklich nette Runde  -  ja Männer’s, ihr lest richtig, ich schreibe positiv über Euch  - und ich hoffe, dass ihr noch einige Jahre bei den Männer’s bleibt und somit das Brauchtum in Sindorf fördert.

Selbstverständlich sind auch gerne neue Männer’s aus den Reihen der Gesellschaft herzlich willkommen bei uns.